Sportflyers Wettbewerb 2025
- Martin Wunderli
Ein bisschen Wolken gab es schon dieses Mal, aber es gab auch genügend Sonne um die Sonnebrille hervorzuholen für den Kampf ums Podest...
Wie jedes Jahr fand der Sportflyers Wettbewerb der Modellflug Region Nordostschweiz Ende Sommer bei uns auf dem Fluggelände in Greifensee statt. Und wie immer hat eine perfekt funktionierende Festwirtschaft für das leibliche Wohl von Zuschauern und Teilnehmern gesorgt. Vielen Dank hiermit an allen Helfern, sei es als Punktrichter, Griillmeister, Kassier oder in anderer Funktion: Ohne Euch gäbe es den Sportflyers Wettbwerb nicht!
Aber auch sportlich gab es einiges zu sehen, die Rangliste zeigt altbekannte Teilnehmer und neue, ein guter Mix der den Wettbewerb frisch und interessant hält.
Rangliste Sportflyers-Upper
1. Rang (539 Pkt.) Alain Schad
2. Rang (534 Pkt.) Peter Ott
3. Rang (482 Pkt.) Oliver Jerike
4. Rang (452 Pkt.) Ruedi Schmid
5. Rang (444 Pkt.) Aimé Jerike
6. Rang (437 Pkt.) Vital Widmer
7. Rang (381 Pkt.) Joshua Debernardi
Gastfliegen Erlenbach-Herrliberg
- Martin Wunderli
Für den 16. August hatte uns Andi Schwerzmann, Präsident der Modellfluggruppe Erlenbach-Herrliberg, zum Segelfliegen auf dem wunderschönen Fluggelände oberhalb Meilen/Herrliberg-Feldmeilen eingeladen: Tolle Aussicht auf den Zürisee war garantiert! 5 Ustermer trafen also am Samstagmorgen bei schon beginnender Hitze auf dem Fluggelände ein, wo die «Einheimischen» ihre Flieger aufgereiht hatten.
Nach einem kurzen Briefing – wo darf man fliegen, wo nicht, wo sollte man nicht fliegen 😊, wie landet man – ging es ab in die Luft. Von der faktisch unlimitierten Flughöhe (irgendwann sieht man auch die 5m Segler nicht mehr) können wir auf unserem Fluggelände nur träumen, zumindest ohne Special Flight Office Antrag ist das bei uns nicht möglich.
Obwohl die Hitze gegenüber den Vortagen etwas reduziert war, war es am Pilotenstandplatz doch recht heiss. Zwischen den Flügen sind daher alle in den Schatten der Bäume geflüchtet, wo auch etwas Wind wehte.
Etwas herausfordernd war das Gelände für uns schon: Im Rücken der Wald, wo man nicht fliegen konnte/sollte, die Landepiste eher in der Grösse «Flugzeugträger», Windrichtung von hinten und etwas Walzen am Boden erforderten volle Konzentration. Nach Aussage von George haben wir damit aber die schwierigsten möglichen Bedingungen gemeistert, das stärkt natürlich das Selbstbewusstsein.
Zum Mittagessen wurden uns Würste/Cervelats und Getränke spendiert, danke nochmals dafür an unsere Gastgeber!
Am Nachmittag waren die (Lande-)Bedingungen einfacher, zudem hat mit den nun vermehrt auftretenden Aufwinden das Kurbeln in der Höhe richtig Spass gemacht. Kurzum: Ein toller Tag, ein tolles Hang-Fluggelände mit super Infrastruktur nahe bei Zürich, perfekt!
Ferienplausch 2025 bei der MG Uster
- Martin Wunderli
Seit über 10 Jahren findet unser Ferienplausch für Jugendliche im Rahmen des Ferienplausch Uster (www.ferienplausch-uster.ch) statt (Unsere Website gibt noch einen Artikel dazu aus dem Jahr 2014 her…). Schon erstaunlich, wie sich unser Kurs in den vergangenen Jahren entwickelt hat, so hat er sich inzwischen zum zentralen Element unserer Jugendarbeit gemausert.
Dieses Jahr fand er sogar zweimal statt, die bekannte, «lange» Version vom 17.-19. Juli mit 15 Teilnehmern und die Kurzvariante vom 9. August mit 9 Teilnehmern. Das Konzept hat sich über die Jahre stetig verbessert, wir haben nun Erfahrung und Dokumentation (Zeitpläne, Anweisungen für Helfer usw.) für 4 halbe/3 ganze Tage mit Theorieblöcken, Simulatorübungen und praktischem Fliegen (Langvariante) sowie einem Intensivtag mit Theorie und praktischem Fliegen (Kurzvariante).
Vielleicht etwas mehr Details zur Langvariante. Die Schüler sind in 3 Gruppen zu 5 Flugschülern aufgeteilt (Maverik, Iceman und Goose 😉). Die drei Gruppen wechseln in einem (strikten) Zeitplan zwischen den Stationen «Theorie», «Simulator» und «Fliegen».
Für die Theorie haben wir ein eigenes Curriculum entwickelt, in dem die Teilnehmer alles Notwendige zur Theorie des (Modell-)Fliegens, des Modelles und der Fernsteuerung, des Fluggeländes, der Sicherheit usw. lernen. Die Unterlagen werden ihnen elektronisch auf Tabletts zur Verfügung gestellt und können sie auch mit nach Hause nehmen. Ein Highlight ist die «Rüeblidemo» am Anfang des Kurses, wo wir ein Rüebli im Propeller des Schulungsflieger (bei Halbgas…) pulverisieren, um die Wichtigkeit von sicherem Verhalten zu demonstrieren.
Für die Simulatorübungen setzen wir fünf (ältere aber noch brauchbare) Laptops mit Fernsteuerungen und dem (bezüglich Resourcen genügsamen) Flugsimulator Phoenix ein (leider wird der nicht mehr weiterentwickelt). Der Schulungsflieger Easyglider ist dort verfügbar und das Fluggelände ähnelt dem unsrigen, sodass die Flugschüler realitätsnah Starts, Landungen und Flugfiguren (Vorgegeben mit steigender Schwierigkeit) üben können. Der Simulatorbetrieb befindet sich in einem Zelt und kann daher auch in Regenpausen (genau wie die Theorie) weiter stattfinden.
Das Fliegen erlernen die Teilnehmer mit dem Easyglider 4 von Multiplex und Spektrum Fernsteuerungen im kabellosen Lehrer-Schülerbetrieb. Schritt für Schritt wird der gesamte Ablauf von einfachen Flugfiguren über Start bis zur Landung geübt, der Lehrer kann dabei jederzeit in kritischen Situationen blitzschnell übernehmen. Ein Tag lang Fliegen ist dann aus Erfahrung für Modelle (gerade am Anfang wird der Motor/der Regler mehr als bei einem Segler üblich belastet…) und Fluglehrer sehr anstrengend, sodass wir (neben den Pausen) auch mit einem «Springer»-Lehrer arbeiten müssen. Wer jetzt etwas verwundert die Augenbrauen hochzieht: Nächstes Jahr ist wieder Ferienplausch, wir suchen immer Fluglehrer 😉
Der Personalaufwand ist zugegebenermassen hoch. Mit zwei Betreuern am Simulator, sechs Fluglehrern, Flugleiter, Theorielehrer, Lademeister für die Akkus, Zeitmanager sowie einem Helfer an der Reparaturstation kommt schon einiges zusammen. Und der Kursleiter, der alles im Überblick haben muss und Probleme adhoc löst. Aber es lohnt sich, die Teilnehmer sind immer begeistert, das Feedback der Eltern ist super und jedes Jahr treten einige Teilnehmer der Ferienplausch in die Modellfluggruppe ein.
Nicht zu vergessen ist der «After Sales Support»: Die Jugendlichen können ein Jahr lang weitere Lehrer-Schüler Flüge anfragen (und treten in dieser Zeit optimalerweise in den Verein ein), zudem gibt es jeweils am Mittwochnachmittag von erfahrenen Vereinsmitgliedern Fragestunden auf dem Platz für die Junioren des Vereins.
Wer mehr über unseren Ferienplausch wie Organisation, Unterlagen (Checklisten, Infobriefe), verwendetes Setup für Flieger und Fernsteuerung etc. erfahren möchte, wende sich bitte an unseren Jugendbetreuer (Kontakt - Jugendarbeit).
Hangfliegen Grindelwald 28.+29.6.2025
- Martin Wunderli
Nachdem das Gebiet auf der Grossen Scheidegg bei Grindelwald letztes Jahr von einer kleineren Gruppe von Hangflugbegeisterten getestet wurde, ging es diesmal in die Breite: 7 Piloten, 3 mit «Anhang», trafen sich fürs Wochenende auf der Grossen Scheidegg. Das dortige Berghotel bietet vom 2-Bettzimmer über Touristenzimmer bis hin zum Massenlager Optionen für jeden Geschmack und Portemonnaie. Mit einer Hotelreservation darf man sogar mit dem Auto hochfahren, ansonsten nur mit dem (teuren) Grindelwald-Bus. Oben angekommen ging es dann auf den kurzen Weg zum Fluggelände, wer die Fideriser Heuberge kennt, wird die wenigen hundert Meter und kaum Höhenmeter zu schätzen wissen. Da kann man auch mal was im Auto vergessen und zum Zmittag ins Bergrestaurant gehen.
Es hatte nicht sooo viel Aufwind aus der richtigen Richtung (Fliegen ist nur nach Westen erlaubt, nach Osten über der Wildruhezone ist es streng verboten und wird kontrolliert), aber die Thermik war mehrheitlich gut und das genügte vollauf, um lange Flüge zu ermöglichen.
Es gab zwar einige Hoppalas wie sich selbstständig machende Luftschrauben vor und nach dem Start, gelockerte Seitenruder, defekte Servos und ab und zu eine heftige Landung. Haben wir aber alles gemeistert, ein Attacko wurde - wie man auf den Bildern sieht - sogar gemeinsam und fachmännisch repariert.
Am Abend dann konnten wir die Stimmung auf der Terrasse geniessen (bzw. Flieger reparieren 😉), bevor es zum Essen ins Restaurant ging. Das Frühstück am nächsten Morgen war reichhaltig und wir konnten gestärkt in den 2. Tag starten.
Klare Sache, nächstes Jahr sind wir wieder dort!
Wasserfliegen am Walensee 2025
- Martin Wunderli
Nachdem es dieses Jahr schon einige Wasserflugevents gegeben hat (Hagnau/Bodensee am 5./6. April und Beckenried/Vierwaldstädtersee am 3. Mai) an denen jeder teilnehmen konnte, war es am 24. Mai soweit für das erste MGU-Wasserflug-Event in dieses Jahr: Wasserflugbegeisterte trafen sich am Samstagmorgen in Murg. Auch die jüngsten “Vereinsmitglieder” haben es genossen, als Papi am Fliegen war...
Diesmal erfolgte das Event in Zusammenarbeit mit der MG-Churfirsten, deren Präsi David Wyss direkt am Walensee wohnt, 20m von unserer üblichen Einwasserungs-/Auswasserungsstelle entfernt. So kam auch eine respektable Flightline zustande, wie man auf dem Foto sieht. Notabene auf dem am Ufer angrenzenden Grundstück von David! Zur Stärkung hat uns David dann zum Grillieren bei sich eingeladen, wofür ihm hiermit nochmals ganz herzlich gedankt sei!
Wie üblich am Walensee gab es viele interessante Diskussionen mit Spaziergängern, ein Zeichen dafür wie gut akzeptiert unser Hobby hier ist. Danke daher an die Gemeinde Murg und die Walenseeschiffahrt, die uns das Event genehmigt haben: Das ist nicht selbstverständlich und wir tun alles, damit wir weiterhin gut koexistieren.



